Diagnostik

Die Diagnostik dient der abschließenden, zuverlässigen Klärung der atopischen Veranlagung. Sind Allergien nachweisbar oder handelt es sich um so genannte Pseudoallergien, das heißt Reaktionen auf Zusatzstoffe in der Nahrung? Gibt es Hinweise auf ständig wiederkehrende soziale Konflikte oder spielen spezifische Umweltbelastungen eine Rolle?


Potentiell gesundheitsschädigende Einflüsse sollten so weit mögliche verringert oder beseitigt werden. Wir können aber nicht die Umwelt des Patienten ändern und sollten uns davor hüten, ihn vor allen vermeintlichen oder möglichen Einflüssen zu schützen.  Stattdessen müssen wir uns darum bemühen, ihn von seiner Überempfindlichkeit zu befreien. Er, beziehungsweise seine Eltern müssen sich mit den Auslösern aktiv auseinandersetzen und die Konflikte lösen.

Die Beschreibung der Vorgeschichte und Erhebung der Familienanamnese geben wichtige Hinweise auf eine familiäre, atopische Disposition. Psychologische Testverfahren können das Ausmaß der Hypersensitivität, die Stress-und Frustrationstoleranz und Lebenssituation beschreiben. Ernährungsprotokolle geben Auskunft über die aktuelle Ernährungssituation, können Fehlernährungen oder spezifische Belastungen aufdecken und Hinweise auf Unverträglichkeiten geben.  

Die Anamensen und Voruntersuchungen haben Vorrang vor allen weiteren Befunderhebungen, zum Beispiel umfangreicher allergologischer oder mikroökologischer Untersuchungen.