Antragsverfahren

 

Die Kinderklinik Bellevue ist eine private Klinik gemäß § 30 GeWO und § 107 SGB V (1, 2) und ist vom Verband der Privaten Krankenversicherung als gemischte Krankenanstalt gemäß § 4 Abs. 5 MB/KK Kennziffer 2 A anerkannt. Das Leistungsangebot umfasst medizinisch notwendige stationäre Heilbehandlungen (Krankenhausbehandlungen) und stationäre Rehabilitationsbehandlungen (Sanatoriumsbehandlungen). 

Die Inanspruchnahme einer stationären Rehabilitation (Sanatoriumsbehandlung)  erfolgt für privat versicherte Beihilfeberechtigte entsprechend der jeweiligen  Landesbeihilfeverordnung durch formlosen Antrag und Attest des Kinderarztes. Nachfolgendes gilt nicht für Bundesbeamte.

 

Anerkennung der Notwendigkeit einer Sanatoriumsbehandlung

Die Maßnahmen müssen von der Beihilfestelle aufgrund eines von ihr veranlassten Gutachtens eines Amtsarztes oder eines von ihr beauftragten Arztes vor Beginn als beihilfefähig anerkannt sein und stehen auch Pflichtversicherten offen.

 

Anerkannte Sanatorien

Ein Sanatorium im Sinne dieser Vorschrift ist eine Krankenanstalt, die unter ärztlicher Leitung besondere Heilbehandlungen (z. B. mit Mitteln physikalischer und diätetischer Therapie) durchführt und in der die dafür erforderlichen Einrichtungen und das dafür erforderliche Pflegepersonal vorhanden sind. 



Beihilfefähige Leistungen:

Ärztliche und psychotherapeutische Leistungen,  Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmitteln und wahlärztlichen Leistungen insbesondere

·       Fahrtkosten (An- und Rückreise),

o   regelmäßig verkehrender Beförderungsmittel, Preis der niedrigsten Wagenklasse,

o   Kfz-Benutzung 0,20 EUR/km, jedoch begrenzt auf insgesamt 200 EUR.

·      Unterkunft und Verpflegung. 

    ,

 

Teilerstattung der Leistungen

Im Gegensatz zu Krankenhausbehandlungen werden die Kosten nicht vollständig sondern anteilig erstattet. Über die prozentuale Höhe der Erstattung  entscheiden die Länderbeihilfeverordnungen.

 

Dauer einer Sanatoriumsbehandlung

Die Anerkennung einer Heilmaßnahme  wird für 21 Tage (ohne Tage der An- und Abreise) ausgesprochen, bei Sanatoriumsbehandlungen ist eine Verlängerung bei Vorliegen dringender gesundheitlicher Gründe möglich. Die Verlängerung gilt auch für die Begleitperson.

 

 

Fristen zwischen zwei Sanatoriumsbehandlungen und Ausnahmen

Eine Anerkennung einer Maßnahme ist ausgeschlossen, wenn im laufenden oder in den 3 vorausgegangenen Kalenderjahren eine als beihilfefähig anerkannte entsprechende Maßnahme durchgeführt wurde, sofern keine dringenden medizinischen Gründe für eine Maßnahme im kürzeren Abstand vorliegen.

Von der Einhaltung der Frist darf nur abgesehen werden

1. nach einer schweren, einen Krankenhausaufenthalt erfordernden Erkrankung,

2. in Fällen, in denen die sofortige Einlieferung des Kranken zur stationären Behandlung in einem Sanatorium geboten ist; in diesen Fällen ist der Antrag auf Anerkennung der Beihilfefähigkeit unverzüglich nachzuholen,

3. bei schwerer chronischer Erkrankung, wenn nach dem Gutachten des Amts- oder Vertrauensarztes aus zwingenden medizinischen Gründen eine Sanatoriumsbehandlung erforderlich ist.

 

Befristung der Inanspruchnahme der Sanatoriumsbehandlung

Alle Rehabilitationsmaßnahmen müssen binnen 4 Monaten nach der Anerkennung begonnen werden.